Klauengesundheit auf weich-abrasiven Böden - KRAIBURG Praxiserfahrung
Klauengesundheit auf weich-abrasiven Böden - KRAIBURG Praxiserfahrung

Klauengesundheit: weich-abrasive Böden vs. Betonspalten

Die korrekte Winkelung der Klaue mit ca. 45 - 50° ist wichtig:

  • ermöglicht gute Belastungsverhältnisse im Hornschuh
  • hohe Tracht verringert Risiko für infektiöse Klauenerkrankungen

Klauenform: korrekte Klauenform mit Winkelung und Trachtenhöhe gegenüber kritischer Klauenform mit zu niedriger Trachtenhöhe

Untersuchung: Vergleich Betonspaltenboden mit dem System pediKURA®1)

Bei dieser Untersuchung wurde die Klauengesundheit verglichen von

  • 41 auf Betonspalten gehaltenen Kühen mit der von
  • 40 auf Spaltenboden mit Gummiauflage gehaltenen Kühen (System pediKURA S)

Die Messungen wurden an drei Terminen durchgeführt:

  • 21 Tage vor der Kalbung
  • 150 Tage nach der Kalbung
  • 305 Tage nach der Kalbung

Ergebnisse:

Bei Kühen auf weich-abrasiven Böden:
  • gleichbleibender Dorsalwandwinkel von etwa 50°
  • weniger Mortellaro
  • weniger Rusterholz´sche Sohlengeschwüre inkl. Vorstufen
  • weniger Klauenrehe
  • tendenziell weniger Sohlenwandgeschwüre
  • tendenziell weniger Limax (chronische Entzündung im Zwischenklauenspalt)
  • weniger klinisch lahme Tiere

Somit sind weich-abrasive Böden in der Lage, die physiologisch korrekte Klauenform zu erhalten.

→ in der Summe sind die Klauen deutlich gesünder als auf Betonspalten

System pediKURA:Produktbild pediKURA und schematische Darstellung von Klauenabrieb

80 % der Lauffläche ist mit weichen KURA-Matten belegt, 20 % mit weich-abrasiven pediKURA-Matten.

Weiterentwicklung dieses Systems: profiKURA

→ optimierter Klauenabrieb im ganzen Stall

Quelle:

1) Günther M.: „Vergleich von Klauenentwicklung und Klauengesundheit bei Milchkühen auf Spaltenboden mit teilweise abrasiven elastischen Auflagen und Betonspaltenboden”, 2015

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