Weiche Laufflächen fördern Klauengesundheit - Praxiserfahrung
Weiche Laufflächen fördern Klauengesundheit - Praxiserfahrung

Weiche Laufflächen und Klauengesundheit bei Kühen

Problemstellung: Überbelastung

Auf harten Stallböden können sich durch unnatürlich starke Druckbelastungen mechanisch-traumatische Klauenerkrankungen entwickeln. Zu 80 % sind die hinteren Außenklauen betroffen, was auf Überbelastung als Hauptursache hinweist.

Anatomie und Biomechanik

Nur weicher Boden ermöglicht die natürlichen Bewegungsabläufe an der Rinderklaue – Rinder sind Weichbodengänger:

  • bei Rindern ist die Außenzehe durchschnittlich 3 mm länger als die Innenzehe
  • die Kuh fußt zuerst mit der Außenklaue

→ diese Besonderheiten sorgen für Standsicherheit – aber nur auf weichem Untergrund!

Kritisch: 

Auf hartem Boden muss die Außenklaue die Belastungsspitze vom gesamten Körpergewicht alleine tragen.

Optimal:

Auf weichem Boden verteilt sich die Körperlast auf die gesamte Grundfläche von Außen- und Innenklaue.

  • natürliche Belastungsverhältnisse, Überbelastung wird vermieden
  • optimale Durchblutung und Nährstoffversorgung weil die Kühe aktiver sind

→ die Hornqualität verbessert sich

→ das Horn wird widerstandsfähiger gegenüber physikalischen, chemischen und bakteriellen Einflüssen

Unterschied Außen- und Innenklaue bei Rindern: Innenklaue 3 mm kürzer

Längenunterschied an Innen- und Außenzehe

Quelle: Muggli, E., 2007, Universität Zürich; Abbildung: Karl Nuss, München

Bewegungsablauf beim Auffußen von Rindern: Innenklaue fußt zuerst auf

Bewegungsablauf beim Auffußen einer Kuh

Quelle: Schmid, T. et al., 2008; Abbildungen: Karl Nuss, München

… und deshalb wählen Kühe weichen Boden.

Rinder bevorzugen weichen Boden

Einsinken der Klaue auf weicher KRAIBURG Laufflächenauflage KURA

Auf weichen KURA Gummimatten können die Klauen ca. 3 bis 4 mm einsinken – genau wie es die Natur des Rindes fordert.

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